The World of Molecular Biology exhibit

Ökosysteme beeinflussen den Menschen

Wir sind nicht nur Teil von Ökosystemen, sondern wir gestalten sie und treffen Entscheidungen darüber, wie wir mit ihnen interagieren. Mikroorganismen um uns herum und in uns selbst, unser Hormonspiegel, die Luft, die wir atmen, die Lebensmittel, die wir essen, unsere täglichen Gewohnheiten und sogar die Menschen um uns herum beeinflussen unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Um diese Effekte zu verstehen, sammeln Forscher*innen Daten aus verschiedenen Quellen und analysieren sie. So werden die vielfältigen Ursachen für Krebs und andere Krankheiten ermittelt.


Krebs

Krebs ist eine komplexe Erkrankung. Krebs entsteht durch DNA-Veränderungen, die sich über Jahre oder Jahrzehnte hinweg anhäufen, und die die Funktion ehemals gesunder Zellen so verändern, dass sie sich unbegrenzt vermehren und ausbreiten. Viele Faktoren in unserem physischen, biologischen und sozialen Umfeld treiben diese Prozesse voran: von der genetischen Vererbung und persönlichen Entscheidungen bis hin zum Kontakt mit Umweltverschmutzung und Mikroorganismen. Selbst die Menschen, mit denen wir zusammenleben, können uns so beeinflussen, dass wir mehr oder weniger krankheitsanfällig sind. Forscher*innen kartieren das Netz der Umweltfaktoren, die Krebs verursachen, um Diagnosen und Behandlungen zu verbessern und die (Gesundheits-) Politik zu informieren.


Big Data

Einige Personen und Personengruppen sind anfälliger für bestimmte Krankheiten als andere. Wer genau am stärksten gefährdet ist, ist in einzelnen Studien oder in nur einem Datensatz nicht leicht zu erkennen, da Krankheiten durch viele Faktoren in der physikalischen, biologischen und sozialen Umwelt bedingt sein können. Die Kombination und Analyse großer Datensätze aus verschiedenen Quellen wie Krankenhausunterlagen, Abstammungsinformationen und genetische Daten, kann Zusammenhänge zwischen vielen Faktoren aufdecken, die sonst nicht zu erkennen wären.


Wissenschaft & Gesellschaft

Wir gewinnen immer tiefere Einblicke in die vielen, oft verborgenen Faktoren, die Krankheiten verursachen. Diese Arbeit stützt sich zwangsläufig auf Daten über Einzelpersonen, was Fragen zum Datenschutz und zur Einwilligung aufwirft.

Groß angelegte Studien mit Daten unterschiedlicher Herkunft könnten die Ungleichheit im Gesundheitswesen verringern. Manche Menschen haben aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Umstände einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung als andere. Die Ermittlung spezifischerer Risikofaktoren für Krankheiten könnte dazu beitragen, die Mittel auf die Bedürftigsten auszurichten. Dadurch könnte auch die Zahl der invasiven Tests bei Gruppen mit geringem Risiko verringert werden.


EMBL-Forschungsgruppen, die das menschliche Ökosystem erforschen

Haase Group

Engineering vascularised tissue-specific disease models

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