The World of Molecular Biology exhibit

Hirnzellen stutzen

Mikroglia sind interessante und immer noch etwas mysteriöse Zellen des Immunsystems im Gehirn. Sie pflegen und schützen das Gehirn während der Entwicklung und im Erwachsenenalter indem sie z.B. Verbindungen zwischen Nervenzellen stutzen. Schlecht funktionierende Mikroglia tragen zur Entstehung von Demenz und Krebserkrankungen bei.


Krebs

Mikroglia arbeiten als Teil des Immunsystems im Gehirn und helfen Krebszellen und Infektionen zu bekämpfen. Krebszellen können jedoch chemische Stoffe freisetzen, die die normale Funktion der Mikroglia stören und sie dazu veranlassen, ihrerseits chemische Stoffe freizusetzen, die die Ausbreitung des Krebses fördern. Wissenschaftler*innen erforschen wie man die krebsbekämpfenden Aktivität von Gliazellen unterstützen und gleichzeitig krebsfördernde Aktivitäten hemmen kann. Diese Arbeit könnte die Grundlage für neue Behandlungen von Hirntumoren bilden.


Big Data

EMBL-Forscher*innen untersuchen Mikroglia mithilfe einer Elektronenmikroskopie-Technologie (FIBSEM), bei der ein Ionenstrahl dünne Schichten der Probe abträgt, so dass von jeder Schicht ein Bild aufgenommen werden kann. So entstehen Tausende von detaillierten Bildern. Die Analyse dieser Datenmenge und ihre Integration in dreidimensionale Ansichten ist nur mit Hilfe von Computern und speziellen Programmen möglich. Das EMBL leitet die Euro-BioImaging-Kooperation, die Forschenden weltweit hilft, komplexe Bildaten zu archivieren, zu kuratieren und zu verarbeiten.


Evolution

Mikroglia kommen in vielen Arten vor, darunter auch in Lebewesen, von denen sich der Mensch evolutionär gesehen sehr weit entfernt ist, wie Schnecken, Fliegen und Blutegel. Unsere Mikroglia unterscheiden sich von denen aller anderen Arten in Bezug auf bestimmte Gene, die in ihnen als Proteine ausgedrückt werden. Dieser Unterschied könnte erklären, warum Mikroglia bei uns eine wichtige Rolle im alternden Gehirn spielt.


Wissenschaft & Gesellschaft

Defekte Mikroglia fördern Formen der Altersdemenz. Bei steigender Lebenserwartung und, in vielen Ländern, sinkender Geburtenrate, erhöht sich der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung stetig. Forschungsinstitute und Unternehmen haben viel darin investiert, Alterskrankheiten zu erforschen. Bisland hat sich die Behandlung von Demenz als illusorisch erwiesen. Neue Ansätze sind unabdingbar.


EMBL Forschungsgruppen, die Mikroglia erforschen

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